Achtsamkeit für Menschen mit Burnout

Frau in der Mitte am Meditieren; japanische Zeichen, Räucherstäbchen
Achtsamkeit für Menschen mit Burnout – Bild von Borja Blanco Cinza auf Pixabay 

Lies hier mehr darüber was Burnout ist, wie es zu Burnout kommt und wie dir diese Seite helfen kann mehr Achtsamkeit in deinem Leben zu integrieren, um mit dem Burnout zurechtzukommen.

WICHTIG: Ich bin keine Therapeutin und habe auch keine Ausbildung in der therapeutischen Richtung. Die vorgestellten Achtsamkeits-Tipps sind aus eigener Erfahrung. Diese Tipps ersetzen keine professionelle Hilfe, die gegebenenfalls notwendig ist, um aus dem Erschöpfungszustand wieder rauszukommen. Die Achtsamkeit-Tipps können jedoch begleitend hilfreich sein.

  1. Was ist Burnout?
  2. Wie kommt es zum Burnout?
  3. Was ist Achtsamkeit?
  4. Wie kann Achtsamkeit beim akuten Burnout helfen?
  5. Wie kann Achtsamkeit im Alltag langfristig bei Burnout helfen?

Im Folgenden kannst du mehr über Burnout selbst und zu den Gründen, wie es zu einem Burnout kommt lesen. Außerdem kannst du hier lesen, warum gerade Achtsamkeit dir beim Burnout helfen kann.

Frau mit ständigem Gedankenstrudel Burnout
Ständiger Gedankenstrudel & Gehetztsein: Burnout – Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

1. Was ist Burnout?

Burnout ist ein Zustand der völligen geistigen und seelischen Erschöpfung. Dabei hat dein Körper nach langer Zeit der Überlastung den Notaus-Knopf gedrückt, um dir damit zu siganlisieren: Bis hierhin und nicht weiter.

Zu lange warst du somit seelischem und/oder körperlichem Stress ausgesetzt, bis es nicht mehr ging. Häufige Symptome eines Burnouts sind: Erschöpfung, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Schlafstörungen, Nervosität, Gereiztheit und viele weitere psychosomatische Symptome können hinzukommen. Weitere Symptome kannst du überall im Netz finden, eine gute Seite über Burnout ist z.B. die von NetDoktor.

Meine eigene Burnout-Erfahrung

Da ich auf dieser Seite möglichst persönlich und authentisch sein möchte, beschreibe ich meine Burnout-Erfahrung aus meiner eigenen Perspektive.

Lass es mich so beschreiben: Du stehst morgens auf und hast keine Energie – egal, wie lange du geschlafen hast. Du machst ein, zwei Dinge – manchmal ist es auch nur eine kurze Dusche- und danach bis du fix und fertig und könntest dich wieder schlafen legen. Du kannst dich zu nichts aufraffen, weil dir die Motivation und die Energie hierfür fehlen. Du schottest dich ab, magst niemanden mehr sehen. Alltägliche Dinge wie das Essen kochen oder Einkaufen schaffst du kaum – dir ist einfach alles zu viel.

Ängste und Panikattacken bei Burnout
Ängst und Panikattacken sind keine Seltenheit bei Burnout – Bild von Anemone123 auf Pixabay 

Und dann kommt neben der Erschöpfung die Angst hinzu: Du weißt nicht, was auf einmal los ist mit dir. Bis vor kurzem hast du 10- oder 12-Stunden pro Tag locker arbeiten können und jetzt ist selbst das Pyjama-Ausziehen am Morgen ein unüberwindlich zu scheinender Kraftakt. Du weißt nicht, was mit dir los ist oder wie lange das Ganze so weitergehen soll. Existenzängste, soziale Phobien und andere Ängste kommen zu deinem bereits erschöpften Zustand hinzu. Panikattacken sind dabei keine Seltenheit.

2. Wie kommt es zum Burnout?

Der Zustand der völligen Erschöpfung entsteht nicht von heute auf morgen. Es kann Monate oder Jahre dauern, bis dein Körper sagt, dass es so nicht mehr weitergeht.

Wenn du dich zurückerinnerst, wirst du wahrscheinlich schon einige Warnschüsse seitens deines Körpers erlebt haben bevor gar nichts mehr ging. Warst du ggf. häufiger krank? Warst du Zuhause öfter gereizt und kam es dadurch oft zum Streit mit der/dem Partner:in? Hast du bei der Arbeit plötzlich mehr Fehler gemacht? Warst du unkonzentriert?

Wenn du deine Grenzen nicht achtest

Immer höher, schneller, weiter. Das ist meistens das Motto von den Menschen, die dann irgendwann im Burnout landen. Alles muss perfekt sein, du zwingst dich Dinge zu tun, für die du eigentlich keine Kraft und Energie hast, du zwingst dich dazu, zu funktionieren. Der Leistungsdruck ist omnipräsent, sowohl bei der Arbeit als auch Zuhause.

Leistungsdruck und Überschreitung der eigenen Grenzen bei Burnout
Leistungsdruck und ständiges Grenzen überschreiten führt zum Burnout – Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Burnout entsteht dadurch, dass du eine ganze Zeit lang über deine eigenen Grenzen hinaus agierst. Eigentlich weiß dein Körper und deine Seele genau, wann du mal eine Pause brauchst, wann du eine Verabredung lieber absagen solltest und wann du dich wieder den Dingen zuwenden solltest, die dir Kraft spenden. Stattdessen fokussierst und zwingst du dich Dinge zu tun, die dir nur Energie rauben – und das immer über deine persönlichen Grenzen hinaus.

Du gehörst wahrscheinlich zu den Menschen, die sich selbst mit Fieber immernoch zur Arbeit schleppen. Dass du dir selbst und auch anderen damit nicht gut tust, ignorierst du. Du bist schließlich unentbehrlich und auf der Arbeit stapeln sich die To-Dos, wenn du fehlst, nur noch mehr.

Irgendwann wird diese ständige Grenzüberschreitung deiner Seele zu viel. Weil du so lange nicht auf sie gehört hast, wendet sich deine Seele/die Psyche an den Körper: Der Notaus-Knopf wird gedrückt – der Burnout ist da. Quasi als Schutzmechanismus, damit du dich endlich mal um dich kümmerst und nicht ständig um die Arbeit oder andere Menschen.

3. Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet aus dem sich immer schneller drehenden Hamsterrad auszusteigen, den Auto-Piloten mal auszustellen und nicht einfach nur zu funktionieren.

Achtsamkeit hilft bei Burnout; Frau Illustration am Meditieren
Achtsamkeit hilft bei Burnout – Bild von Miroslava Chrienova auf Pixabay

Achtsamkeit bedeutet wahrnehmen: Dich selbst, deine Gedanken, deine Gefühle, deinen Körper, deine Bedürfnisse usw. Es bedeutet nicht einfach nur den Tag an dir vorbei rauschen zu lassen, sich dem Alltagsstress einfach hinzugeben und zu funktionieren, von A nach B zu hetzen. Es bedeutet inne zu halten, durch zu atmen, die Dinge um dich herum und in dir wahrzunehmen. Sich bewusst Zeit nehmen. Zeit für dich selbst, für deine Mitmenschen, die dir Kraft schenken, für deine Kinder, für Spaziergänge in der Natur uvm.

Das, was sich so einfach anhört, ist eine Lebensaufgabe. Immer wieder wahrzunehmen, das man sich gerade wieder im stressigen Alltagsstrudel befindet. Zu verstehen, wie es einem gerade geht und was man jetzt gerade braucht. Um sich dann Zeit für die Dinge zu nehmen, die einem gerade gut tun. Vor allem für Menschen im Burnout ein wichtiges Werkzeug.

4. Wie kann Achtsamkeit beim akuten Burnout helfen?

Wenn du im Burnout bist, geht eigentlich gar nichts mehr außer schlafen, aufm Sofa sitzen und wieder zu schlafen. Meistens ist die wache Zeit von Gedankenstrudeln begleitet: Sorgen über die Zukunft, Ängste über Vergangenes. Nach außen hin kannst du kaum etwas tun, doch innen passiert unendlich viel. Du bist völlig rastlos und weißt nicht, wie es weitergehen soll.

Genau jetzt ist es wichtig, inne zu halten und dich selbst wieder besser zu spüren und kennenzulernen. Vor allem die Zeit vor dem Burnout wirst du viele Dinge getan haben, die über deine eigenen Grenzen hinaus gegangen sind, die nicht zu dir und deinen Lebens-Vorstellungen passen (z.B. die ständige Gereiztheit, der Streit mit der/dem Partner:in, ständig Zeit auf der Arbeit zu verbringen,…). Die Prioritäten sind völlig aus der Balance geraten. Und jetzt gilt es erstmal dich wieder zu sortieren.

Mann meditiert in den Bergen
Zurück zur Lebensfreude Achtsamkeit – Bild von Ra Mu auf Pixabay 

Kurzfristig hilft dir Achtsamkeit genau dabei: Dich selbst und deine Bedürfnisse zu spüren, deine Grenzen wieder zu entdecken und zu wahren, zu gucken, was dir gut tut und was eben nicht. Stück für Stück wirst du merken, dass du mehr Dinge machst, die dir gut tun und die „schlechten“ energieraubenden Dinge vermeiden. Stück für Stück wirst du dadurch ruhiger, entspannter, die Lebensfreude kommt langsam wieder ans Licht. Und vor allem wirst du zuversichtlicher. Du schöpfst neue Hoffnung und dein Selbstvertrauen – das Vertrauen in dich selbst, deinen Körper, deine Kapazitäten – steigt.

Wie genau das funktioniert und Schritt für Schritt Anleitungen findest du auf dieser Website.

5. Wie kann Achtsamkeit im Alltag langfristig bei Burnout helfen?

Langfristig ist Achtsamkeit ein wichtiger Begleiter in deinem Leben. Denn perfektionistische, ambitionierte Menschen sind schnell wieder im Alltagsstrudel gefangen und versucht „mal eben schnell“ noch die eine Aufgabe zu erledigen oder sich für andere aufzuopfern, obwohl sie die Kraft gerade für sich selbst brauchen.

Umso wichtiger ist es Achtsamkeit fest im Alltag zu etablieren, damit du immer genau weißt, wie es dir geht und was du gerade brauchst.

Wie du Achtsamkeit langfristig in deinem Leben etablierst, erfährst du hier auf der Website.