Stopp mit dem Frust! Zufriedenheit steigern trotz Corona

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Du kannst wählen zwischen Frust oder Zufriedenheit – asmira.de (Image by geralt from Pixabay)

Du bist frustriert wegen Corona? Doch nur du kannst entscheiden, dass jetzt Schluss ist mit dem Frust und mehr Zufriedenheit in dein Leben bringen. Wie das geht und was du Sinnvolles mit deiner Zeit anfangen kannst erkläre ich dir hier (Lesezeit ca. 8 Minuten; enthält unbezahlte Werbung)

Das „böse“ C.-Wort ist in aller Munde. Jeder wird quasi nebenberuflich zum Hobby-Experten im Bereich Virologie, Allgemeinmedizin und Pneumologie. Die Konsequenz aus der Angst ist ersichtlich in den Lebensmittel- und Drogeriegeschäften (kein Toilettenpapier mehr, keine Nudeln mehr, Abstandsmarker auf dem Boden) und überall greifbar in der Luft: Argwöhnische Blicke, alle drehen lieber eine extra-Runde um einen oder bleiben einfach mitten auf dem Weg stehen, um den Abstand zu wahren. Zu Hause wird – wenn überhaupt möglich – versucht weiterzuarbeiten, irgendwie motiviert zu sein, einen neuen Alltag zu etablieren. Und das ist wichtig, alle diese Dinge sind wichtig gerade: Respekt vor dem Virus, Rücksicht auf die Menschen um uns und achtsam sein mit uns selbst. 

Möchtest du deine Lebenszeit mit Frust vergeuden?

Nichtsdestotrotz gibt es sicherlich auch einige unter uns, denen ein Purpose fehlt. Die sich zu Hause einbuddeln und einfach nur hoffen, dass alles bald vorbei ist. Sie sind quasi einer kleinen Corona-Starre verfallen, nach dem Motto „Augen zu und durch“. Das ist auch verständlich, schließlich ist es eine Ausnahmesituation weltweit und wir alle möchten, dass diese bitte bald vorbei ist.

Mir ergeht es aber so, dass wenn ich auf etwas warte, dass es endlich vorbei ist, sich die Zeit gefühlt einfach nicht weiterdreht. Es kommt zur äußerlichen Starre (ich unternehme nichts) zusätzlich zur innerlichen Starre: „ich finde alles doof, mache nichts mehr, les mir nur noch Artikel zu Corona durch, rege mich darüber auf und bin frustriert über alles“. Der Frust ist normal, da wir uns alle neu orientieren müssen und irgendwie findet man das am Anfang auch einfach doof. Doch langfristig werden wir mit diesem Frust in uns nicht zufrieden werden. Wir wissen alle nicht, wie lange diese Ausnahmesituation dauert. Deswegen die Frage: Möchtest du deine kostbare Lebenszeit damit verbringen, frustriert über die Dinge und Situationen zu sein, die du nicht ändern kannst oder möchtest du etwas an deiner eigenen Situation ändern?

Wähle Zufriedenheit: Es gibt immer noch so viele Möglichkeiten und Chancen

Statt uns innerlich zu zerfressen, sollten wir nach neuen Möglichkeiten suchen – und das angefangen bei unseren Gedanken. Unsere Gedanken sind der Ausgangspunkt zu dem, wie wir sein möchten. Wenn du dir die ganze Zeit sagst: „Ich find das alles Scheiße!“ Dann ist das alles auch scheiße für dich. Wenn du dir aber sagst: „Nagut, ich guck mal worauf ich alternativ Lust habe.“, dann öffnest du dich unendlichen Chancen und Möglichkeiten.

Ich versuche mich aus der innerlichen Starre zu lösen, indem ich mich nicht auf das konzentriere, was ich nicht machen kann, sondern meinen Blickwinkel auf das richte, was ich durchaus machen kann und was mir einen Sinn gibt. Ich kann zum Beispiel weiterhin draußen in der Natur spazieren gehen oder joggen. Ich kann weiterhin mit meinen Freunden und Familie Videochats durchführen, um nicht zu vereinsamen. Ich kann weiterhin einkaufen gehen und mir etwas leckeres Kochen oder Backen zu Hause. Ich kann mehr Zeit für mich oder mit meinem Partner und ggf. Kind verbringen. Ich kann mehr lesen. Ich kann mich um meine Pflanzen zu Hause kümmern. Ich kann die Wohnung neu streichen. Ich kann meine Kreativität beim Basteln, Malen oder Zeichnen ausleben. Ich kann zu Hause die Musik aufdrehen und einfach tanzen. Ich kann neues ausprobieren wie einen Online-Koch-Kurs oder Yoga zu Hause.

Ich könnte die Liste immer weiter führen, weil es so viele Dinge und Chancen gibt, die du in dieser Zeit für dich nutzen kannst. Aber dafür musst du den ersten Schritt gehen raus aus dem Mangeln rein in die Möglichkeiten.

Hilfsmöglichkeiten zur Corona-Zeit

Da ich außerdem ein sehr sozialer Mensch bin und mich ehrenamtlich gerne engagiere, habe ich mich informiert, was ich in dieser Zeit machen kann, um anderen zu helfen. Anderen helfen tut der Seele gut und hilft uns einen neuen Blickwinkel auf unser eigenes Leben zu werfen. Es erdet uns und gibt uns neue Kraft. Wie genau du das in der Corona-Zeit machen kannst, habe ich dir einmal hier zusammengestellt. Achtung, diese Tipps richten sich vorwiegend an Menschen, die selbst nicht zur Risikogruppe gehören und ansonsten allen notwendigen Empfehlungen durch das Gesundheitsamt Folge leisten. Bitte nimm keine großen Reisen auf dich auf, sondern versuche von zu Hause aus oder aber wirklich nur den direkten Nachbarn aus deinem Stadtteil zu helfen. Es gilt weiterhin nur so viel wie unbedingt nötig zu tun oder das Haus zu verlassen, um dich selbst oder andere nicht der Ansteckungsgefahr auszuliefern.

Deutschlandweite Hilfsmöglichkeiten während der Corona-Zeit

  1. Nachbarschaftshilfe über ebaykleinanzeigen.de

Wir alle haben sicherlich schonmal bei ebaykleinanzeigen etwas ver- oder gekauft. Mittlerweile bietet die Plattform auch eine Kategorie „Nachbarschaftshilfe“ an. Hier kannst du deine Hilfe z.B. beim Einkaufen oder Gassi gehen anbieten oder aber Hilfesuchende unterstützen.

2.QuarantäneHelden

Auf QuarantäneHelden kannst du auf ganz unkomplizierte Weise deine Hilfe für einen Nachbarn aus deiner Nähe anbieten. Der Hilfesuchende stellt sein Gesuch ein, woraufhin du es über die Postleitzahlsuche finden und auf das Gesuch antworten kannst. Außerdem kannst du dich per Mail benachrichtigen lassen, sobald ein neues Gesuch in deiner Umgebung veröffentlicht wird.

Hamburg-spezifische Hilfsmöglichkeiten während der Corona-Zeit

  1. #Coronahilfe Hamburg

In dieser Facebook-Gruppe kannst du deine Hilfe für deinen Postleitzahlbereich anbieten. Oder aber ein Hilfesuchender veröffentlicht seinen genauen Hilfebedarf und ihr könnt hier direkt in den Austausch kommen. Hier geht’s zur Gruppe: https://www.facebook.com/groups/CoronahilfeHamburg/

2. ASB-Hamburg

Der ASB Hamburg hat normalerweise viele Möglichkeiten der sozialen Nachbarschaftsinteraktion (Kinderbetreuung, Deutschkurse uvm.). Leider muss das alles zur Zeit eingestellt werden. Nichtsdestotrotz koordiniert der ASB ebenfalls Nachbarschaftshilfen. Hierfür musst du dich nur beim ASB melden und deine Unterstützungsmöglichkeiten nennen. Für ASB Hamburg Eimsbüttel wäre das hier.

3. Die Arche

Auch wenn viele gemeinnützige Institutionen keine Besucher mehr empfangen können, bieten sie weiterhin ihre Hilfe an. So auch die Arche. Üblicherweise bietet sie einen Zufluchtsort für Kinder aus sozial schwachen Familien inkl. Essensmöglichkeit an. Die Kinder und Familien sind weiterhin abhängig von den Mahlzeiten durch die Arche. Deswegen schnüren die Mitarbeiter Lunchpakete und verteilen diese. Hierfür benötigen sie Lebensmittelspenden oder Gutscheine wie zum Beispiel hier von Aldi. Mehr dazu lies hier auf der Website von der Arche

4. Hoffnungsbriefe

Für diejenigen unter uns, die sich besser im Schreiben ausdrücken können, hat die Diakonie Hamburg ein tolles Projekt ins Leben gerufen: Hoffnungsbriefe. Dabei kannst du einen netten Brief an eine ältere anonyme Person verfassen, die gerade im Pflegeheim ist und keinen Besuch empfangen darf. Vor allem ältere Menschen vereinsamen schnell in dieser Zeit. Deswegen finde ich es wichtig, dass auch an die gedacht wird. Ein paar nette Zeilen über deine Gedanken, deinen Alltag oder irgendein liebes Wort, reichen da schon aus. Wie genau der Ablauf ist, liest du auf der Website der Diakonie zum Projekt Hoffnungsbrief.

Die Möglichkeiten sind auch hier unendlich, informier dich einfach bei der Diakonie, DRK, ASB oder vielen weiteren gemeinnützigen Organisationen in deiner Nähe. Solltest du zur Risikogruppe gehören, kannst du immernoch von zu Hause aus helfen: Schick zum Beispiel eine Supermarkt-Gutscheinkarte an die Arche oder spende an gemeinnützige Organisationen. Solltest du finanziell gerade eingeschränkt sein, kannst du anderweitig von zu Hause aus helfen. Zu nenne ist hier beispielsweise der Deutschkurs von zu Hause aus für Migranten, s. dazu die Coronahilfe Hamburg Facebookgruppe.

Also, bevor du weiterhin in deiner Starre verharrst, ändere deine Gedanken und deinen Blickwinkel und tu etwas Gutes. Wir sitzen alle im selben Boot, doch wenn wir gemeinsam in die selbe Richtung rudern, wird die Fahrt insgesamt angenehmer. Wenn du noch weitere Tipps hast, dann lass es mich wissen 🙂 Bleib gesund!