5 Tipps für mehr Motivation im Home Office

Home Office Tipps für mehr Motivation Achtsamkeit Asmira.de Hamburg
Tipps für mehr Motivation im Home Office – asmira.de

Ich habe dir 5 Tipps zur Motivation im Home Office zusammengestellt. Lesezeit ca. 6 Minuten {enthält unbezahlte Werbung}

Wir alle befinden uns gerade weltweit in einer Ausnahmesituation. Viele von uns müssen oder auch dürfen nun von zu Hause aus arbeiten. Ich selbst arbeite schon seit zwei Jahren viel im Home Office. Am Anfang fiel mir das schon schwer, ich konnte mich kaum motivieren zu duschen geschweige denn zu arbeiten. Deswegen habe ich über die Zeit einige Strategien entwickelt, um den Tag produktiv zu gestalten. Lies hier meine 5 Tipps, wie du dir die Zeit im Home Office achtsam gestalten kannst, um motiviert und energiegeladen zu bleiben.

Wir Menschen sind unterschiedlich. Und das ist gut so! Manche von uns lieben den Austausch mit Menschen, andere lieben es allein zu sein. Manche brauchen Trubel um sich, andere möchten am liebsten vollkommene Stille, um sich zu konzentrieren. Je nachdem versuchen wir alle unser Leben nach unseren Vorlieben zu gestalten. In der jetzigen Zeit sind wir der Gesundheit wegen im Home Office. Denjenigen, die vorher noch nie von zu Hause aus gearbeitet haben, mag das durchaus schwer fallen. Normalerweise ist das Zu Hause doch ein Ort, in dem wir uns von der Arbeit ausruhen. Die tägliche Routine von morgens zur Arbeit fahren und am Abend wieder zurückfahren, fällt weg. Man ist leicht versucht, einfach den ganzen Tag über im Jogger oder Pyjama zu bleiben, vielleicht fallen sogar Duschen und Zähne putzen weg? Warum auch? Man verlässt die Wohnung ja sowieso nicht. Alles verständliche Verhaltensweisen, doch die führen dazu, dass wir unproduktiv sind, uns die ganze Zeit ablenken lassen und ein Lodder-Leben führen.

Das Lodder-Leben gibt den meisten keinen tieferen Sinn

Für eine kurze Zeit mag uns das ganz cool vorkommen doch am Ende streben wir alle nach einem „Sinn“ im Leben. Und diesen Sinn füllen wir meistens mit 40 Stunden in der Woche mit unserer Arbeit. Nach einer Zeit werden wir mit uns selbst unzufrieden, lassen uns gehen und verlieren unsere Ziele und Wünsche aus den Augen. Aus dem Bett – aufs Sofa – zurück ins Bett. Oder aber wir sind so von der Arbeit eingenommen, dass wir gar nicht mehr vom Laptop wegkommen und „vergessen“ Feierabend zu machen. Ist ja schließlich verlockend einfach weiter zu machen. Man kann gerade sowieso nicht ins Fitnessstudio gehen oder sich im Restaurant treffen. Dann kann man genauso gut einfach weiter arbeiten. Dass das auf Dauer auch nicht zufrieden stellt, muss ich denke ich hier nicht weiter erläutern. Also alles nicht ganz die Art, wie man sich ein erfülltes Leben vorstellt, oder? Deswegen ein paar Tipps von mir, die dir helfen, aus dem Lodder-Leben zurück in ein Energie-erfüllteres Leben zu kommen.

1. Nimm dir Aufgaben vor, die dir Spaß machen

Den Job, den du ausführst tust du ja, weil es etwas an ihm gibt, was dir Spaß macht. Natürlich gibt es auch Aufgaben, die nicht so erfüllend sind, die aber auch erledigen werden sollten. Wenn wir also morgens aufstehen und nur an die „blöden“ Aufgaben denken, dann ist es kein Wunder, dass wir keine Motivation haben IRGENDETWAS zu tun. Deswegen mache dir gleich morgens oder am Anfang der Woche für die gesamte Woche eine Liste mit Tätigkeiten, die du magst und die du gut findest und dann mit Dingen die einfach erledigt werden müssen. Verteile diese Aufgaben auf die Woche bzw. den Tag so, dass es eine Balance gibt zwischen motivierenden und langweiligen Aufgaben. Versuche die Perspektive zu ändern von: „Ich hab da überhaupt keinen Bock drauf!“ zu „Okay, einmal kurz Augen zu und durch, danach gibt’s wieder bessere Aufgaben.“ Und wer weiß, vielleicht findest du sogar interessante Aspekte an den langweiligen Aufgaben?

2. Produktiv-Sprints & Pausen sollten sich abwechseln

Im Home Office fühlt man sich unbeobachtet und manche von uns neigen dazu sich schnell ablenken zu lassen. Dann hat man nebenbei vielleicht Netflix laufen oder checkt die ganze Zeit irgendwelche Insta-Stories. Dass du dann nicht in den Arbeits-Flow kommst und deine Aufgaben erledigst, ist klar. Mir ist das auch aufgefallen, deswegen bin ich dazu übergegangen Produktiv-Sprints zu machen. Als Vorbild habe ich mir agile Methoden aus dem Projektmanagement (Scrum) genommen. Hier wird vom Team in jedem Sprint fokussiert an vorher definierten Aufgaben gearbeitet, um ein in sich abgeschlossenes Inkremet eines Produktes zu erstellen. Für mich bedeutet das: 55 Minuten voller Fokus auf die Arbeit, 5-10 Minuten Pause. Dann wieder 55 Minuten Fokus usw. In dieser Zeit konzentriere ich mich komplett auf die Arbeit und versuche die Aufgaben, die ich mir vorgenommen habe, zu erledigen. Manchmal mache ich hierfür sogar mein Mail-Programm aus, damit ich mich nicht durch neu eingehende Mails ablenken lasse. Kein Handy, keine Musik, keine Ablenkung. Um die Zeit nicht aus den Augen zu verlieren, stelle ich mir einen Wecker auf dem Laptop. Für Macs kann ich da das Programm „Be Focused“ empfehlen. Hier kannst du die Intervalle individuell einstellen. Ein Piepen ertönt nach 55 Minuten und ich weiß: Ab in die Pause. Auf diese Weise simulieren wir beispielsweise den Gang in die Küche, um sich mit den Kollegen auszutauschen. Nutze dann die Pause nicht dafür, dich mit Reizen zu überfluten, sondern versuche ggf. aus dem Fenster zu gucken, auf den Balkon zu gehen, den Raum zu lüften, dir einen Tee zu machen, mit deinem Partner kurz zu sprechen o.ä.. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt 🙂 Nach 5-10 Minuten piept es dann wieder, dann kannst du dich wieder fokussiert an die Arbeit setzen.

3. Neue achtsame Routinen, die dich motivieren

Wie eingangs schon erwähnt ist unsere ganze vorherige Tagesstruktur durcheinander. Kein Duschen -> Zähne putzen -> Frühstücken -> Losfahren -> ggf. Hörbuch hören oder lesen -> Ankommen -> PC hochfahren. Sondern Schlafzimmer -> Wohnzimmer / Büro -> starten.

Deswegen mein Tipp hier: Kümmere dich um dich selbst und führe neue Routinen ein. Wenn wir morgens schon nicht duschen oder Zähne putzen und keine Schminke auftragen und vielleicht sogar das Frühstück ausfallen lassen, kann das kein produktiver Tag werden. Es hilft, wenn man sich weiter an die morgendliche Zurechtmach-Routine hält. Du musst jetzt natürlich nicht in Schlips und Kragen vor dem Laptop sitzen, aber zumindest eine Jeans und einen Pullover anziehen hilft, dich selbst besser zu fühlen und dich dann auch bei der Arbeit nicht durchhängen zu lassen. Dann ist deiner Fantasie auch hier keine Grenze gesetzt: Du sparst dir die Wegzeit, dafür kannst du entweder früher anfangen und früher Feierabend machen oder aber du nutzt die Zeit mit Dingen, die dir Freude machen. Warum nicht morgens für 30 Minuten in deinem Buch lesen oder dein Hörbuch hören? Oder wie wär’s mit einer kleinen Jogging-Runde am Morgen? Oder Yoga? Finde etwas, was dir Freude macht und worauf du dich morgens, wenn der Wecker klingelt, bereits freust. Das motiviert dich und gibt dir Kraft für den ganzen Tag. Versuche genauso auch eine Mittags- und Abendroutine einzuführen. Nach dem Essen vielleicht eine kleine Runde spazieren gehen? Wenn der Laptop runtergefahren ist einen Tee auf dem Balkon trinken und ins Weite schauen? Oder aber sich malwieder um die Pflanzen kümmern? Ein kleiner virtueller Sportkurs am Abend via App? Hier kann ich definitiv die Cyberobics-App empfehlen. Hier gibt es Kurse, für die du kein Zubehör benötigst und die von 10 Minuten bis hin zu einer Stunde gehen. Oder wie wär’s mit einem Videochat mit deiner besten Freundin? Die Möglichkeiten sind unendlich groß. Die  Situation ist definitiv eine andere und sicherlich auch gewöhnungsbedürftig doch in ihr stecken viele Chancen, nutze sie und mach das Beste draus.

4. Achtsam in der Natur

Neben der Situation, dass wir im Home Office sind, kommt hinzu, dass wir kaum soziale Kontakt und auch sonst kaum Ablenkungsmöglichkeiten haben wie ins Kino gehen oder im Kaffee ein Eis essen. Sicherlich überschlagen sich dann schnell Gedanken, weil es nur ein Thema zu geben scheint: Corona. Keiner weiß so richtig, wie lange die Situation anhält, keiner weiß, ob man selbst erkrankt oder die Familienangehörige oder Freunde. Die ganze Situation ist Unsicher und viele haben Angst. Das ist normal, ich struggle auch täglich damit. Um nicht ständig dieselben Gedanken zu haben, die einen immer tiefer in den Strudel ziehen, hilft entgegengesetztes Verhalten. Also nicht verkriechen sondern raus. Natürlich dürfen wir Angst haben und uns Gedanken machen. Wenn du Inspiration zum Umgang mit Gefühlen haben möchtest, kannst du gerne meinen Artikel hierzu lesen. Die Gefühle und Gedanken sollten aber nicht Überhand nehmen. Hier hilft es mir, wenn ich einfach raus gehe. Das ist am Anfang ziemlich komisch gewesen für mich: Wie allein spazieren gehen und ohne Hund? Das ist doch komisch….? Aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich dran. Keiner im Außen findet es komisch, weil sie alle mit sich selbst beschäftigt sind. Und dir tut es gut in der Natur zu sein, frische Luft zu schnappen und dich zu bewegen. Versuche achtsam durch die Gegend zu gehen: Lausche den Vögeln, streck deine Nase der Sonne entgegen, atme tief ein und aus. So aufgewühlt ich am Anfang eines Spaziergangs auch sein mag, danach geht es mir immer besser. Es ist wie Magie 🙂 Probier’s einfach mal aus.

5. Selbstfürsorge

Dieser Tipp gilt nicht nur fürs Home Office sondern im Allgemeinen, doch vor allem zu dieser Zeit sollte er beherzigt werden: Achte auf dich und deine Bedürfnisse. Sorge dafür, dass es dir gut geht mit den Mitteln, die dir zur Verfügung stehen. Wenn dir die ganzen Informationen auf den Social Media Kanälen zu viel sind: Guck nicht dauernd aufs Handy oder setz dir Bildschirm-Limits. Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, geh spazieren. Wenn du jemanden zum Reden brauchst, ruf deine Freundin per Videochat an. Wenn du nicht weiß wohin mit deiner Angst, dann sprich mit ihr und kanalisier sie. Lies hierzu mehr in meinem Artikel zum Umgang mit Hysterie und Panik um dich. Wenn dir langweilig ist, lies ein Buch oder male etwas. Tu das, was dir gerade gut tut und was dein Körper und deine Seele gerade brauchen. Es ist eine seltsame Situation für uns alle und wir sitzen alle im selben Boot. Um so wichtiger ist, dass du nicht „die Starke“ spielen brauchst sondern dich mit dir selbst und deinen Bedürfnissen beschäftigst.

Das Leben im Home Office ist anders und ungewohnt. Doch es gibt viele Möglichkeiten und Chancen, die du für dich nutzen kannst, um trotzdem voller Energie deinen Tag zu gestalten. Strukturiere deinen Alltag neu, etablier neue Routinen, wechsle Produktivitätsphasen mit Pausenphasen ab, nutz die Natur, um dich zu  erden und sorge für dich. Mach das Beste für dich draus und sei gewiss: Es ist kein Dauerzustand. Lass mich wissen, ob dir die Tipps geholfen haben oder ob du ggf. noch weitere Tipps hast. Bleib gesund!

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