Do’s und Don’t bei Stress: Meine persönlichen Tipps

Meine persönlichen Tipps bei Stress- Asmira.de
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Was tun bei Stress Achtsamkeit. Ich habe hier meine persönlichen Tipps zu Do’s und Don’t bei Stress für dich zusammengestellt.

Ob man möchte oder nicht: Es kommen immer wieder diese stressigen Phasen in unserem Leben, wo wir nicht mehr ein oder aus wissen. Stress an sich ist nicht schlimm. Wie ihr sicherlich mal gelesen habt, hat es uns damals in der Steinzeit häufig das Leben gerettet: Der Körper funktionierte dann schneller, besser, fokussierter, sodass wir vor dem bösen Säbelzahn-Tiger fliehen konnten. Heutzutage hilft uns Stress, Dinge schneller zu erledigen oder konzentrierter. Jeder kennt diese kurzen Phasen, wo wir wirklich so tief versunken sind in unser Arbeitsprojekt, dass wir alles um uns herum vergessen. Unser Herz schlägt ggf. schneller und wir funktionieren wie eine Maschine. Nach getaner Arbeit fühlen wir uns erschöpfter oder ausgelaugt aber irgendwie auch im positiven Sinne. Ich persönlich finde diese Phasen gut. Ich mag es mein Bestes zu geben und mich „positiv ausgelaugt“ zu fühlen. Schwierig wird es nur, wenn dieser Stress zum Dauerzustand wird. Wenn unser Körper dauerhaft auf Hochtouren arbeitet, sodass unser Herz rast, unsere Hände schwitzen, die Augen unruhig sind und sich auch innerlich eine Unruhe ausbreitet. Wir Menschen sind nicht dafür gemacht dauernd unter Stress zu sein. Wir können unserem Körper nicht ständig die Stress-Signale aussenden: „Flieh‘!“, „Kämpfe!“ oder „Bleib stehen!“ Das macht unseren Köper und unsere Seele auf Dauer kaputt. Wir brauchen neben unseren Hochphasen auch wieder Entspannungs- und Erholungsphasen. Nur so können wir sicherstellen, dass wir körperlich und seelisch gesund bleiben. Was du tun kannst, um in die Erholungsphase zu kommen, ist abhängig von dir selbst. Hierfür solltest du in dich hinein hören, was dich wieder auf den Boden zurück holt. Was machst du gerne, wo du es schaffst deine Gedanken zu entspannen, die Spirale einmal langsamer drehen zu lassen, wieder zur Ruhe zu kommen? Manchmal hilft es uns auch daran zu denken, was wir als Kinder gerne getan haben: Malen? Singen? Ein Instrument spielen? Hör in dich hinein und probier‘ für dich etwas aus, was dich wieder runter holt. Um dir ein paar Anregungen zu geben, habe ich anbei eine Liste erstellt aus Dingen, die du tun könntest, wenn du Stress hast, um wieder in die Erholungsphase zu kommen und Dinge, die du lassen solltest, um den Stress nicht noch zu verstärken.

Do’s, wenn du Stress hast

Was du tun kannst, wenn die Gedanken wieder verrückt spielen, du keinen ausgeruhten Schlaf mehr hast, oder weitere stressbedingte Symptome hast, um wieder in eine Entspannungsphase zu kommen:

  • Wenn du wirklich nicht mehr kannst und dir alles zu viel wird: Rede mit deinem Hausarzt. Er wird dich dabei unterstützen, wieder zurück in deine Mitte zu finden. Man muss nämlich nicht 40°C Fieber oder ein gebrochenes Bein haben, um zum Arzt zu gehen. Die Seele ruft durch körperliche Symptome nach Hilfe und das solltest du ernst nehmen. Von Schlafstörungen, Magen- und Darmbeschwerden, Kopfschmerzen, ständigem Herzrasen, ständigem Unwohl oder Unruhig-Sein, Bluthochdruck usw. gibt es einige Signale, die dir die Seele schickt, wenn du mal eine Pause brauchst. Und diese Signale solltest du ernst nehmen. 
  • Gesunde Ernährung: Schnibbel dir zum Frühstück auch mal eine Paprika dazu, mach eine ausgiebige Mittagspause mit leckerem Essen und schling nicht alles mit einem Mal hinunter. 
  • Ausreichend schlafen: Da Schlaf wichtig ist, um den Energiehaushalt wiederherzustellen, achte auf einen gesunden Schlaf. Je nach Typ, brauchen wir 6 bis 8 Stunden 
  • Viel trinken: Mein Indikator, dass ich genug getrunken habe ist, wenn meine Pipi kaum gelb sondern fast schon durchsichtig ist 🙂
  • Spazieren gehen
  • Walken / Joggen: Achtung liebe Leistungsmenschen und Perfektionisten: Es geht nicht darum auch beim Laufen deine 150% zu geben und für den nächsten Marathon zu trainieren. Damit tust du deinem Körper keinen gefallen, das ist eher zusätzlicher Stress für ihn. Lass es langsam angehen und versuche 30 Minuten einfach locker zu walken oder zu joggen, sodass du ein wenig schwitzt und dein Herz ein wenig in Wallungen kommt. Diese lockere Einheit wirkt wahre Wunder!
  • Generell in der Natur sein oder in der Natur etwas machen: Vielleicht möchtest du malwieder deine Balkonpflanzen auf Vordermann bringen?
  • Lesen
  • Malen
  • Singen
  • Ein Instrument spielen
  • Mit Holz arbeiten
  • Töpfern
  • Nähen, Stricken, Häkeln
  • Tanzen zu deiner Lieblingsmusik 
  • Body & Mind-Sportarten, wie Yoga, Qi Gong, Tai Chi. Ich habe Yoga früher auch immer belächelt, es mussten immer 2 Stunden-Einheiten im Fitness-Studio sein für den Sixpack oder Bauch-Beine-Rücken-Po-Kurse für das Feintuning. Aber hast du Yoga mal wirklich richtig ausprobiert? Sodass du versucht hast auch auf deine Atmung zu achten und die Posen entsprechend zu halten? Ich persönlich konnte in den Kursen nie richtig abschalten, es war wieder nur ein weiteres To-Do auf der Liste. Ich habe aber Yoga für zu Hause für mich entdeckt. Meine Lieblings-Yoga-Videos, die es kostenlos auf YouTube zum Anschauen und Mitmachen gibt, sind die von Mady Morrison oder Kassandra. Besonders Yin Yoga hat es mir in der letzten Zeit angetan, weil man hier übt loszulassen – wahnsinnig tolles Gefühl nach jedem Video. 
  • Schwimmen
  • Tee trinken (ohne viel Teein, also nicht unbedingt Grüner Tee oder Schwarzer Tee o.ä.): Undzwar so, dass du nebenbei nichts noch am Laufen hast: Kein Radio, kein Podcast oder sonstiges. Sondern für ein paar Minuten einfach nur deinen Tee trinkst, deine Gedanken wahrnimmst und weiterziehen lässt und einfach nur im Moment bist.
  • Meditieren: Ist nicht nur etwas für Yogis! Großunternehmen haben bereits Mindfulness- und Meditationskurse für ihre Mitarbeiter fest im Kursprogramm integriert. Manager merken immer mehr, dass durch eine Führungskultur mit mehr Mindfulness auch die Kreativität, Produktivität und Konzentration im Unternehmen steigt. Du musst natürlich nicht bei der Arbeit meditieren, probier‘ aus, was dir gut gefällt. Es gibt beispielsweise Apps hierfür (HeadSpace) oder aber geführte Meditationen von Andrea Morgenstern, Peter Beer oder Laura Malina Seiler, die ich euch empfehlen kann. Außerdem habe auch ich eine Ausbildung zur Meditationslehrerin – also wenn du Hilfe dabei brauchst, melde dich bei mir 😉
  • Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung: Beides ist ähnlich zur Meditation. Probiere es doch mal aus! Deine Volkshochschule in der Nähe bietet sicherlich Kurse an. Auch haben Krankenkassen viele Kurse im Angebot, was ggf. auch umsonst für euch als Mitglieder ist. Oder aber stöbere ein wenig bei YouTube oder Google allgemein – vielleicht wirst du da fündig.
  • Texte schreiben
  • Fotografieren
  • Und vieles, vieles mehr. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hauptsache ist, es macht dir Spaß und du hast Lust darauf. Achte einfach darauf, dass du nicht wieder in dein „Ich muss-“ Muster verfällst und dass du nicht wieder 150% gibst, sondern es locker angehst. Be kind to yourself!

Don’ts wenn du Stress hast

Es gibt auf der andere Seite einige Dinge, die du lieber lassen solltest, wenn du sowieso schon Stress hast. Dazu gehören:

  • Alkohol trinken: Es fühlt sich häufig so an, als würde uns Alkohol entspannen. Also warum nicht zum Feierabend mal ein Glas Wein trinken oder vielleicht zwei…? Alkohol ist Gift und damit auch Stress für deinen Körper und hilft dir langfristig nicht, dich zu entspannen. Im Gegenteil, es besteht eher eine Suchtgefahr, wenn man öfter „zur Flasche“ greift. Ich selbst trinke seit 4 Jahren keinen Alkohol mehr und ich misse es nicht. Am Anfang war es schon nervig, sich bei Freunden und Kollegen durchzusetzen, dass ich nichts mehr trinke. Es ist schließlich in der Gesellschaft Gang und Gebe Alkohol zu trinken und man wird eher komisch angeguckt, wenn man nichts trinkt und braucht normalerweise gute Ausreden wie „Ich bin heute der Fahrer!“ oder „Ich bin schwanger“. Ich hab’s aber nach einem holprigen Anfang durchgezogen und meine Freunde respektieren meine Entscheidung mittlerweile auch. Also: Sag ja zu deinem Körper und nein zu zusätzlichem Stress 🙂
  • Kaffee trinken: Koffein und Teein macht uns eher hibbelig, als dass wir entspannen können
  • Rauchen
  • Sich unheimlich viele Verabredungen aufhalsen und gar keine Zeit haben zur Ruhe zu kommen. Wie du dir mehr Zeit für dich verschaffst, kannst du in meinem Artikel „4 Schritte für mehr Zeit für mich“ lesen
  • Süßigkeiten und generell schlechte Ernährung: Unser Körper braucht Energie, wenn er unter Stress leidet. Also achte auf regelmäßige Mahlzeiten, Gemüse (eine Handvoll am Morgen und zum Mittag reichen meist aus) und meide eher Weizen- oder Milchprodukte, da diese uns einen kurzen Kick geben aber nicht langfristig zur Energie-Aufrechterhaltung beitragen.
  • Sich nur beschallen lassen durch Fernsehen, Streaming, Radio, Podcast… Du willst ja zu deiner inneren Mitte finden und dir nicht wieder Ablenkungen im Außen suchen
  • Dich zwingen „Entspannungs-Tätigkeiten“ zu tun. Das ist dann keine Entspannung mehr, sondern ein weiteres To-Do
  • Dich bis zur letzten Minute vorm Schlafengehen mit Medien beschallen lassen. Im Gegenteil: Versuche lieber eine ruhige zu-Bet-Geh-Routine zu etablieren (2 Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr am Handy daddeln, lieber etwas lesen, ruhiges Yoga praktizieren, eine Maske machen, …)
  • Nach dem Aufstehen direkt aufs Handy gucken und WhatsApp und Co. checken: Beschäftige dich morgens erstmal mit dir selbst, prüfe wie es dir geht, trinke einen leckeren Tee und mach dir ggf. eine Kerze an, die du dann beobachten kannst, während du deinen Tee genießt
  • Deine Bedürfnisse ignorieren!! Unser Körper signalisiert uns ganz klar, was wir brauchen und was nicht. Wir dürfen anfangen auf ihn zu hören.

Das sind alles nur ein paar Anregungen, du darfst für dich selbst prüfen, was dir gut tut und was nicht. Entspannungsphasen sind wichtig und du solltest dir hierfür Zeit nehmen. Was sind deine Entspannungs-Skills? Lass es mich wissen! Ich bin gespannt, auf deine Erfahrungen und Tipps 🙂

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