Umarme die Kritikerin in dir

Umarme die Kritikerin in dir - asmira.de
Umarme die Kritikerin in dir – asmira.de

Stehst du auch gerade vor einer größeren Herausforderung, hast große Zweifel und weißt nicht so recht weiter? Auf der einen Seite weißt du, dass du gerade nicht mehr kannst und eine Pause brauchst. Auf der anderen Seite ist aber diese Kritikerin in dir, die dich die ganze Zeit antreibt. „Stell dich nicht so an! Du MUSST das jetzt machen! Andere können das doch auch, warum du nicht? Was sollen bloß die anderen sagen / denken? Das ist doch alles Pille-Palle, jetzt mach halt Augen zu und durch! Kann doch nicht so schwer sein. Mach doch einfach.“

Ganz schön anstrengend, oder? Dabei möchte man einfach nur seine Ruhe haben, weil man nicht mehr kann oder möchte. Einfach eine Auszeit vom ständigen Antreiben, Weitermachen,…

Meiner Meinung nach ist das erste, was man machen kann, um aus dieser Gedanken-Spirale auszutreten, zu akzeptieren, dass es keine Kritikerin in dir ist, sondern du selbst die Kritikerin bist. Es bringt nichts zu versuchen sie stumm zu schalten oder zu ignorieren, denn dadurch wird sie nur noch lauter und fordernder. Sie ist ein Teil von dir und ohne sie wärest du heute nicht diejenige, die du bist und nicht da wo du gerade bist. Sie ist diejenige, die dich angetrieben hat, dich motiviert hat in Situationen, wo du es brauchtest. Sie hat dir zu dem Wissen und Erfahrungsschatz verholfen, den du heute hast. Die Kritikerin ist mir wichtig in meinem Leben und ich möchte sie nicht missen. Ich bin ihr sogar dankbar, für den Platz den ich heute in der Welt dank ihr habe.

Nichtsdestotrotz ist es auch wichtig ihr zu vermitteln, wenn sie dich nicht zu Höchstleistungen antreiben braucht. Es gibt schließlich Zeiten im Leben, da möchte man einfach ein bisschen loslassen, die Kontrolle abgeben, alles im Sinne von „be kind to yourself“. Diesen inneren Anteil in uns nenne ich „Die Liebende“. Es gibt Zeiten, da haben wir sie komplett ignoriert und nur auf die Kritikerin gehört. Das kann auf Dauer zur eigenen Überlastung führen. Jedes Yin braucht auch sein Yang. Die Liebende zeigt uns , dass wir liebenswert sind, so wir sind, ohne etwas hierfür zu tun oder leisten zu müssen. Sie sagt, dass es in Ordnung ist, wenn man verletzlich ist, keine 100% geben kann und einfach mal nur für sich selbst da sein möchte.

Ich bin der Meinung, dass wir nur durch eine gesunde Balance zwischen der Kritikerin und der Liebenden ein erfülltes Leben führen können. Wir brauchen manchmal die Motivation, den Antrieb. Aber wir brauchen manchmal auch einfach das Zurücklehnen und Loslassen. 

Wie laut ist deine Kritikerin gerade? Kannst du dir eine engere, ausgewogene Zusammenarbeit zwischen der Kritikerin und der Liebenden vorstellen? Schreib mir gerne: kontakt@asmira.de