Wenn du nicht möchtest, dass andere negativ über dich denken…

Wenn du nicht möchtest, dass andere negativ über dich denken, höre selbst damit auf, negativ über andere zu denken
Wenn du nicht möchtest, dass andere negativ über dich denken, höre selbst damit auf, negativ über andere zu denken – asmira.de

[Hinsweis: Enthält Links / Werbung]

Danke Peter Beer für die wunderbare Inspiration! Sehr oft machen wir uns Gedanken darüber, was andere über uns denken (könnten). In diesen Momenten ist das Ego extrem laut, meint genau zu wissen, dass alle negativ denken über einen selbst und es erzählt mir jegliche Geschichten: 

  • Der Rock ist viel zu kurz, das gehört sich nicht so rauszugehen, andere denken dann nur ich bin leicht zu haben. 
  • Ich kann doch nicht mit dieser komischen Schnorchel-Maske zum Pool gehen, die denken alle ich bin ein Wierdo
  • Urlaub in Dänemark? Dann denken doch alle, dass ich uncool und spießig bin. Da muss es schon Dubai sein – mindestens.
  • Ohne Hemd zur Arbeit? Das geht doch nicht. Die Kollegen halten mich dann alle für unprofessionell
  • Kein Esstisch im Wohnzimmer? Aber wo sollen dann die Gäste essen, die können doch nicht einfach am Couchtisch essen, das finden die bestimmt blöd und sind genervt davon.

Und wir entscheiden uns meistens gegen das, worauf wir eigentlich Lust haben und was unser eigentliches Bedürfnis ist, weil wir denken, dass andere dann schlecht von uns denken könnten. Die Nachbarn, die Fußgänger auf der Straße, die Verkäuferin im Supermarkt, die Kollegen, die Freunde, die Familie. Zu oft entscheiden wir uns damit gegen uns selbst und unsere Wünsche und für etwas, was im Grunde genommen gar nicht real ist und nicht existiert. Denn wir WISSEN nicht, was andere denken, wir vermuten es nur. Und meistens vermuten wir worst case Szenarios: „Die anderen denken immer nur die schlimmsten Dinge von mir.“ Wir sind dabei unheimlich kreativ uns selbst Geschichten zu erzählen, was die negativen Gedanken anderer angeht. Wir würden niemals auf die Idee kommen, dass die anderen auch unglaublich positiv über uns denken könnten:

  • Die sieht heute extrem hübsch in ihrem Rock aus! 
  • Mist, warum hab ich nicht selbst auch an die Schnorchel-Maske gedacht!
  • Toll, ich würde auch viel lieber in Dänemark Urlaub machen: Schön nah dran, günstig und viel erholsamer als den Urlaub in einer Mega-City zu verbringen.
  • Mensch, der sieht heute echt locker und gut drauf aus. Ob es wohl an seinem neuen Pullover liegt?
  • Hier ist ja viel mehr Platz im Wohnzimmer! Am Esstisch sitzen wir sowieso nie zu Hause, den Platz könnte man auch für meine Yoga-Matte nutzen, die ich täglich brauche.

Oder aber, und das ist das wahrscheinlichste Szenario, die anderen sind zu sehr mit sich selbst und ihrem eigenen Ego beschäftigt, und überlegen gerade, was du über die Negatives denken könntest.

Wie also kommt man aus dieser Spirale von negativen Gedanken, eigenes Ego und zu viel Gewicht darauf legen, was andere von einem denken könnten, raus? Hier habe ich eine interessante Podcast-Folge von Peter Beer gehört. Sie heißt: „Wie es dir komplett egal wird, was andere denken„. Aus diesen 19 Minuten mit wertvollen Tipps zum Umgang mit möglichen Gedanken anderer, ist die folgende Erkenntnis die wichtigste für mich: Wenn du nicht möchtest, dass andere negativ über dich denken, höre selbst damit auf, negativ über andere zu denken. Ich habe das ausprobiert bei Situationen, wo ich bewusst merkte, wie ich wieder anfing, mir die Meinungen und Gedanken von anderen auszumalen (natürlich im worst case Szenario). Dann habe ich mich mitten drin gestoppt und angefangen darüber nachzudenken, was sie so Positives über mich denken könnten bzw. mir gedacht: Die sind gerade bestimmt mit sich selbst beschäftigt. In anderen Situationen, in denen ich mich erwischt habe, dass ich die Aktionen und das Aussehen von anderen schlecht geredet habe, habe ich mich auch gestoppt und mir gesagt, dass es völlig egal ist, was andere tun oder wie andere aussehen. Manchmal habe ich die Aktionen oder das Aussehen von anderen positiv interpretiert. Anstatt meine Energie darauf zu verschwenden, mich über den Rempler zu ärgern, denke ich „Er hat bestimmt gar nicht gemerkt, dass er mich angerempelt hat. Er hat es sicherlich eilig und ist einfach sehr auf sich selbst gerade fokussiert“. Hierbei geht es nicht darum, sich herumschubsen zu lassen. Es geht darum, selbst zu entscheiden, ob man sich ärgert oder nicht, ob man ein bestimmtes Kleidungsteil anzieht oder nicht oder ob man wirklich schlecht über die anderen denken möchte oder nicht.

Probier‘ es doch einfach mal aus, es tut ja nicht weh: Beim nächsten mal, wenn du negativ über einen Nachbarn, den Kollegen oder die Tante denkst, nimm das bewusst wahr, stoppe deine negativen Gedanken oder shifte sie um in positive. Du wirst sehen, es macht einen riesen großen Unterschied, es gibt dir selbst mehr Freiraum, dein Ego wird leiser und du lebst mit viel mehr Leichtigkeit im Alltag.